Diskussion um Homeoffice und Hygienekonzepte in Unternehmen

Nahaufnahme eines Mannes, der im Homeoffice  an Freiberuflern arbeitet.

Tag für Tag drängeln sich Millionen Pendler in überfüllten Bussen und Bahnen – ohne den geforderten Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten zu können. So kann sich das Coronavirus leicht verbreiten. Dieses Szenario könnte wirkungsvoll eingedämmt werden, wenn Arbeitnehmer ihren Aufgaben wieder verstärkt im Homeoffice nachgehen würden, mahnen Politiker in ganz Europa. In den ersten Ländern gibt es bereits eine Pflicht zum Homeoffice.

Arbeiten im Homeoffice: Unterschiedliche Regelungen in Europa

In Deutschland hat Arbeitsminister Hubertus Heil eine Verordnung für mehr Homeoffice erlassen: Wo immer umsetzbar, müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern ermöglichen, von zuhause zu arbeiten. In Belgien und Frankreich besteht die Pflicht zum Arbeiten im Homeoffice längst. Nachdem die Infektionszahlen im Herbst stark gestiegen waren, müssen seit dem 14. Oktober in Frankreich alle Beschäftigten, denen es möglich ist, zu Hause arbeiten.

Belgien zog fünf Tage später nach. Ähnlich wie in Deutschland geht diese Entscheidung weniger auf die unmittelbare Infektionsgefahr in den Betrieben zurück. Es geht vielmehr darum, überfüllte Busse und Bahnen zu vermeiden, in denen Menschen eng an eng stehen. Das betonte jedenfalls der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke.

Restart der Wirtschaft im Frühjahr

„Nur durch einen stärkeren Rückzug in die heimischen vier Wände bekommen wir das Pandemiegeschehen in den Griff. Das ist für viele Arbeitnehmer sicherlich hart, weil sie sich von ihren Kollegen abgeschnitten fühlen, aber wir müssen durchhalten“, sagt auch Sven Jäschke, Country Manager Nordic, Central & Eastern Europe bei GOJO Industries, Hersteller der Handhygienelösungen der Marke PURELL.

Perspektivisch geht Jäschke jedoch davon aus, dass das Homeoffice nicht zum Dauerzustand in Unternehmen wird. „Sobald die Impfungen ihre Wirkung entfalten und sich das Wetter bessert, haben Viren zunehmend schlechtere Bedingungen, sich zu verbreiten. Dann werden Unternehmen auch nach und nach wieder den Betrieb vor Ort aufnehmen können“, vermutet er und rät: „Auf diesen Restart sollten Arbeitgeber vorbereitet sein. Zum Beispiel wird es weiterhin auf eine optimale Hygiene-Infrastruktur ankommen. Denn wir werden weiterhin mit dem Virus leben müssen und Arbeitgeber stehen in der Pflicht, ihre Mitarbeiter zu schützen.“

Wirkungsvolle Hygienekonzepte in Unternehmen

Zwar haben viele Unternehmen bereits Hygienemaßnahmen getroffen und zum Beispiel Spendersysteme mit Handdesinfektionsmitteln in Eingangsbereichen, in Büros und in Meetingräumen aufgestellt. „Allerdings war nach dem ersten Lockdown zu beobachten, dass vielen Gebäudemanagern noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, die Systeme regelmäßig auf ihre Füllstände zu überprüfen“, resümiert Sven Jäschke. „Doch wenn über Tage hinweg leer sind und Mitarbeiter nicht die Möglichkeit haben, sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren, begünstigt das die Ausbreitung von Infektionen. Hier müssen Unternehmen in nächster Zeit dringend an ihren Hygieneroutinen arbeiten, um ihre Mitarbeiter zuverlässiger zu schützen.“

Dazu gehöre nicht nur das regelmäßige Überprüfen der Füllstände eingesetzter Spendersysteme. Auch die Wahl des richtigen Produkts zur Handdesinfektion sei entscheidend. „So manches Unternehmen, das Handdesinfektionsmittel in großen Mengen verbraucht, greift zu günstigen Nachfüllkanistern von No-Name-Herstellern, ohne darauf zu achten, ob die Produkte wissenschaftlich auf ihre Hautverträglichkeit und Wirksamkeit geprüft wurden“, so Jäschke.

Das könne für Mitarbeiter unangenehme Folgen haben:

  • Hautreaktionen
  • Keine zuverlässige Wirksamkeit gegen das Coronavirus
  • Krankheitsausbrüche im Betrieb
  • Eine schlechte Benutzererfahrung wegen unangenehmer Gerüche oder unangenehm klebriger Konsistenzen

Auf die Wahl des richtigen Produkts kommt es an

Wer hingegen zu den Handdesinfektionsmitteln etablierter Marken wie PURELL greift, steht auf der sicheren Seite. Sie verfügen über den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen Alkoholgehalt von mindestens 60 bis 80 Prozent und sind nachweislich wirksam gegen die schädlichsten Erreger - auch gegen das Coronavirus.

Zugesetzt sind außerdem Pflegestoffe, die zur Gesunderhaltung der Haut beitragen. Kein Austrocknen, kein Jucken, kein Kratzen, keine offenen Stellen, kein Kleben. Nach dem Gebrauch bleibt nur höchste Sicherheit, ein neutraler Geruch und ein gepflegtes Gefühl auf der Haut. Es kommt eben auf die richtige Formel an.

Wie Arbeitgeber ihre Mitarbeiter wirkungsvoll schützen können

Was können Arbeitgebern außerdem tun, um ihre Mitarbeiter zu schützen? Hier sollten in Hygienekonzepten die folgenden Punkte beachtet werden:

  • In Büros und Meetings mindestens 1,5 Meter Abstand einhalten.
  • Direkte Kontakte auf das nötige Minimum reduzieren.
  • Mitarbeiter sollten angewiesen werden, niemals zur Arbeit zu kommen, wenn Sie Krankheitssymptome an sich feststellen.
  • Das Tragen von Masken im Bürogebäude sollte verpflichtend sein.
  • Betriebliche Routinen für Infektionsfälle müssen ausgearbeitet werden.
  • Alle Maßnahmen müssen aktiv an die Mitarbeiter kommuniziert werden.
  • Für die regelmäßige Reinigung der Hände in Waschräumen sollten hautschonende Flüssigseifen und Handtuchspender mit Einmalhandtüchern zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Reinigungsintervalle von Waschräumen und Gemeinschaftsräumen sollten erhöht werden.
  • Zur Vermeidung von Infektionen trägt auch das regelmäßige Reinigen von Türklinken und Handläufen mit Mitteln zur Oberflächendesinfektion bei.
  • Regelmäßiges Lüften reduziert die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft.

„Unternehmen, die all diese Punkte beachten, sind gut für den Restart in ein paar Wochen vorbereitet. Die entsprechenden Hygienekonzepte sollten in der kommenden Zeit umgesetzt werden“, resümiert Sven Jäschke. „Dann überlassen Betriebe bei der Rückkehr aus dem Homeoffice nichts dem Zufall.“

Bleiben Sie gesund!

20. Januar 2021