Spender für Handdesinfektionsmittel: Nur bei richtiger Anwendung sicher

Spender für Handdesinfektionsmittel: Nur bei richtiger Anwendung sicher

Als die COVID-19-Pandemie über uns alle hereinbrach, beobachteten wir wie aus heiterem Himmel eine nie da gewesene Nachfrage nach bestimmten Produkten. Toilettenpapier, getrocknete Nudeln und Konserven wurden knapp. Auch der Verbrauch von Handdesinfektionsmitteln stieg dramatisch an.

Die Verfügbarkeit von Handdesinfektionsmitteln steigern

Um die Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln zu erhöhen, empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Apotheken und privaten Unternehmen vorübergehend in die Produktion von Handdesinfektionsmitteln einzusteigen. Die WHO-Richtlinien für die Herstellung von Handdesinfektionsmitteln sind öffentlich zugänglich. Also begannen viele Unternehmen, Desinfektionsmittel nach eigener Rezeptur herzustellen und zu verkaufen.

Infolgedessen wurden neue Handdesinfektionsmittel auf den Markt geschwemmt, die nun zum Beispiel im Einzelhandel, in Schulen oder in Kindergärten zum Einsatz kommen. Darunter befinden sich leider auch einige minderwertige Produkte. Viele dieser Handdesinfektionsmittel entsprachen nicht den geltenden Normen. Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF untersuchte zum Beispiel verschiedene Gels zur Handdesinfektion auf ihre Zusammensetzung und Wirksamkeit. Daraufhin musste ein großer Teil der Produkte wieder vom Markt genommen werden, weil sie als bedenklich oder riskant eingestuft worden waren. Ähnliche Fälle gab es auf der ganzen Welt.

Es gibt aber noch ein weiteres Problem mit den neuen Produkten: Da auch die Verfügbarkeit von Flaschen und -pumpen im vergangenen Jahr eingeschränkt war, wurden einige dieser kritischen Handdesinfektionsmittel in großen Kanistern verkauft und von Unternehmen gelagert. Es ist also nicht auszuschließen, dass kritische Produkte nach wie vor in Umlauf sind. Laut Herstellerangaben können die Inhalte der Kanister unbedenklich zum Nachfüllen vorhandener Spendersysteme verwendet werden. Das könnte eine Reihe negativer Nebenwirkungen mit sich bringen.

Das Vermischen von Produkten kann Folgen haben

Kommt es zum Beispiel zur Vermischung verschiedener Produkte beim Auffüllen eines Spenders, weiß niemand, wie die Inhaltsstoffe miteinander reagieren. Und das kann durchaus gefährlich werden. Was ist, wenn die Inhaltsstoffe eine Verbindung miteinander eingehen, die gesundheitsschädlich für den Anwender ist? Das kann Allergien oder andere Hautirritationen auslösen. Und selbst wenn immer ein und dasselbe Produkt zur Anwendung kommt, ist das bedenklich. Es besteht die Gefahr, dass sich neue und bereits abgelaufene Produktbestandteile vermischen, was selbst die Wirksamkeit eines guten Handdesinfektionsmittels verringern kann.

Diese Auffüllpraxis von Spendersystemen ist aber nicht nur in puncto Wirksamkeit und Effektivität fragwürdig. Auch die Rückverfolgbarkeit der Produkte ist nicht mehr gewährleistet. Produkte, die Hautirritationen auslösen, lassen sich nicht mehr einer bestimmten Charge zuordnen und so lässt sich die Quelle möglicher Hautkrankheiten nicht mehr ermitteln und aus dem Verkehr ziehen.

Herabgesetzte Wirksamkeit kann großen Schaden verursachen

Was außerdem viele Unternehmen unbeachtet lassen, wenn sie einen Spender mit einem Produkt nachfüllen, das für den der Spender eigentlich nicht vorgesehen ist: Die Produktmenge, die nötig ist, um wirksam Erreger zu töten, könnte eine andere sein als bei dem Original. Viele Systeme sind für ein bestimmtes Produkt kalibriert und geben genau die richtige Menge ab. Wenn diese Spender mit alternativen Produkten oder Gemischen befüllt werden, kann es passieren, dass die abgegebene Menge des Handdesinfektionsmittels nicht mehr ausreicht, um die Hände wirkungsvoll zu desinfizieren. Das falsche Produkt in einem Spendersystem kann außerdem die Pumpe des Spenders verstopfen, was eine vorzeitige Wartung oder einen Austausch des Systems erforderlich macht. 

Alkoholanteil in Händedesinfektionsmitteln ist entscheidend für deren Wirksamkeit

Hinzu kommt, dass Produkte in offenen Nachfüllsystemen auch leicht getreckt werden können, was wiederum die Wirksamkeit des Produkts reduziert.Bedenken Sie, dass der Alkoholanteil in Händedesinfektionsmitteln entscheidend für deren Wirksamkeit ist – laut der WHO sollte der Alkoholgehalt eines Handdesinfektionsmittels zwischen 60 und 80 Prozent betragen. Dieser kann sich aber nicht nur durch Verdünnung verändern. Ist ein Behälter mit einem Handdesinfektionsmittel nicht versiegelt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Alkohol verdunstet. Erneut ist die Wirksamkeit des Produkts verringert. Diese Beispiele zeigen: Nicht ohne Grund sind Händedesinfektionsmittel streng regulierte Produkte.

Um sicherzustellen, dass Ihre Kunden keine böse Überraschung bei der Handhygiene erleben, entscheiden Sie sich für einen Spender von PURELL und hygienisch versiegelte Nachfüllpackungen. Achten Sie dabei auf das Label PURELL SANITARY SEALED™. All unsere Lösungen sind auf wissenschaftlicher Basis entstanden. Dank sorgfältig ausgewählter Inhaltsstoffe und SANITARY SEALED Nachfüllpackungen können Sie sich darauf verlassen, dass Sie ein wirksames und nicht kontaminiertes Handdesinfektionsmittel anbieten.

Bleiben Sie gesund!

14. Mai 2021