Neue Gewohnheiten entwickeln: Wie wir am besten durch die Pandemie kommen

Junge Menschen mit Gesichtsmasken kehren nach der Schließung bei der Arbeit zurück.
Von Sonja Dietz
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Neue Gewohnheiten entwickeln: Wie wir am besten durch die Pandemie kommen

Es liegen lange, schwere Wintermonate vor uns und viele Menschen fragen sich bang: Was kommt da noch auf uns zu? Stopp! Trübe und düstere Gedanken sind angesichts der aktuellen Lage zwar nachvollziehbar, aber sie bringen uns nicht weiter. Was uns dagegen sehr wohl weiterbringt, sind neue Gewohnheiten, mit denen wir die Pandemie wirkungsvoll eindämmen können.

Warum wir uns neue Gewohnheiten angewöhnen müssen

In diesem Jahr ist so ziemlich alles anders. Wir müssen viele Einschränkungen hinnehmen und das bedrückt uns. Allerdings haben wir es auch alle selbst in der Hand, ob die Pandemie die Oberhand gewinnt oder nicht. Vor allem bestimmte Gewohnheiten helfen jetzt, uns und andere vor COVID-19 und vor vielen anderen leicht übertragbaren Krankheiten zu schützen.

Diese sind nicht neu, können aber nicht oft genug wiederholt werden:

  1. Waschen Sie sich die Hände.
  2. Tragen Sie eine Maske.
  3. Bleiben Sie auf Distanz zu anderen Personen.
  4. Lüften Sie häufig.

Vier simple Verhaltensweisen, die Leben retten

So simpel diese Verhaltensweisen auch sein mögen – sie können Leben retten. So trägt regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife nachweislich dazu bei, die Ausbreitung von Krankheiten, darunter auch COVID-19, zu verhindern. Die World Health Organisation (WHO) betont immer wieder die Bedeutung einer guten Handsauberkeit.

Aus gutem Grund. Immerhin sind unsere Hände dauernd im Einsatz: Wir essen mit ihnen, putzen und fassen Tag für Tag hunderte von Gegenständen an. Auf allem, was wir berühren, befinden sich winzig kleine Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren, die wir mit den Händen aufnehmen. Wer sich nun ins Gesicht fasst, kann Keime auf die Schleimhäute von Nase, Mund oder den Augen transportieren. Von hier gelangen diese leicht in den Körper und können eine Krankheit auslösen.

Übertragungswege von Keimen mit Wasser und Seife unterbrechen

Gleichzeitig übertragen kontaminierte Personen mit jedem Anfassen von Türknäufen, Akten oder dem Computer Keime auf Oberflächen, die von anderen angefasst werden können. So können die Erreger auch auf Kollegen oder Familienmitglieder übertragen werden.

Das Waschen der Hände mit Seife für 30 Sekunden, vor allem nach dem Toilettengang, dem Anfassen von Utensilien, die auch von anderen Personen berührt wurden oder vor der Zubereitung oder dem Verzehr von Lebensmitteln, trägt dazu bei, die unsichtbaren Schädlinge abzuwaschen. Stehen Seife und Wasser nicht zur Verfügung, ist ein Handdesinfektionsmittel mit einem mindestens 60-prozentzigen Alkoholgehalt das Mittel der Wahl.

Tipp: Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter mit aufklärenden Postern, die sie in Waschräume, aber auch Küchen aufhängen können, auf die Bedeutung des Händewaschens aufmerksam machen und zusätzlich Handdesinfektionssäulen in Eingangsbereichen und beispielsweise Meeting- und Gruppenräumen aufstellen. Wir haben hierzu kostenlose Informationsmaterialien entwickelt.

Tragen einer Alltagsmaske und Social Distancing

Kommen wir zum nächsten Punkt: Das Tragen einer Alltagsmaske. Auch das sollte zur Gewohnheit werden, wie die WHO vorrechnet: Wenn 95 Prozent aller Menschen konsequent Stoffmasken tragen, könnte dies nach Ansicht der Forscher die Übertragung von Keimen um mindestens 30 Prozent reduzieren. Wichtig ist daher, auch in beruflichen Umfeldern darauf zu achten, dass Mitarbeiter Masken tragen. Kleiner Tipp: Stellen Sie Ihren Mitarbeitern doch Masken mit ihrem Firmenlogo zur Verfügung und zeigen Sie ihnen so, wie sehr Sie sich um ihre Gesundheit sorgen.

Ein weiterer wichtiger Schritt: Auf Distanz zu gehen und so oft wie möglich zu Hause zu bleiben. Dies zur Gewohnheit zu machen, fällt uns allen nicht leicht, ist aber ein wirkungsvoller Schutz. Denn, wo keine Menschen zusammenkommen, kann auch keine Übertragung stattfinden. In beruflichen Umfeldern empfiehlt es sich daher möglichst im Home-Office zu arbeiten.

Luft: Gift für Viren

In Bereichen, in denen die Arbeit im Home-Office nicht möglich ist, sollte ergänzend zum Tragen der Alltagsmaske regelmäßig gelüftet werden. Das senkt das Risiko einer Ansteckung immens. Durch das Lüften gelangt Frischluft in den Raum, wodurch die Aerosolkonzentration gesenkt wird. Aerosole sind winzige Tröpfchen, die wir alle ausatmen und die sich lange in der Luft halten. Je mehr Frischluft zugeführt wird, desto stärker werden die Aerosole „verdünnt“. Öffnen Sie daher alle 20 Minuten für 5 bis 10 Minuten das Fenster.

Tipp: Da im Winter kalte und trockene Luft von draußen einströmt, kann das dazu führen, dass unsere Schleimhäute austrocknen, was uns wiederum anfälliger für Ansteckungen macht. Achten Sie daher auf eine gute Feuchtigkeitskonzentration im Raum. Dazu einfach eine Schale mit Wasser auf die Heizung stellen. Fertig.

Fazit: Waschen Sie sich die Hände, tragen Sie eine Maske, halten Sie Abstand und lüften Sie. 15 Worte, die Leben retten können.

Bleiben Sie gesund!

9. November 2020